Tagebuch zum Thailand-Urlaub im Sommer 2016
 

Mittwoch

Pünktlich 14:45 hebt unser Flieger nach Frankfurt/Main, unserem Zwischenstop auf dem Weg nach Thailand ab. Eine Stunde Flugzeit; wir landen ca. 20 Minuten vor der Zeit. Wie üblich gibt es leichte Schwierigkeiten beim Einchecken, da Neles Nachname auf dem Ticket falsch angeben wurde. SchweikEl: Was ein kleines "e" so an Turbulenzen anrichten kann!

Nach knapp 3-stündigem Warten besteigen wir die Boeing 777 nach Bangkok. Die Kinder sind erfreut: Jeder Sitzplatz ist mit einem eigenen Monitor und zugehöriger umfangreicher Filmbibliothek ausgestattet...

Der Start erfolgt auf die Minute genau. Es gelingt mir, einige schöne Bilder vom Start zu machen. Bald befinden wir uns in über 10 Kilometern Höhe und fliegen mit mehr als 1000 km/h unserem Reiseziel entgegen.

An Schlaf ist nicht zu denken. Daher landen wir nach mehr als zehn Stunden Flug in Bangkok, ohne dass auch einer von uns ein Auge zugemacht hat. Entsprechend übernächtigt taumeln wir nach draußen. Neles erster Kommentar:"Hier stinkts..." gefolgt von "Es ist viel zu heiß" und einem eher panikartigen Rückzug ihrerseits in das Flughafengebäude lässt erahnen, wie erschöpft wir sind.

Eine eineinhalbstündige Taxifahrt, während der wir nur von weitem einen ersten Eindruck der Stadt wahrnehmen können, bringt uns in die Nähe der Kao Sarn Road. Peter setzt uns auf der Terasse eines Cafés ab, während er in einem nahe gelegenen Hotel eincheckt. Kaffee!!!, schreit alles in mir, so viele Eindrücke müssen sortiert und verarbeitet werden!
Bangkok ist architektonisch unsagbar interessant. Die Parallele zu einem Spielzimmer voller Duplosteine und Versuchen eines Riesenbabies, eine Stadt zu bauen, drängt sich mir regelrecht auf. Wie willkürlich hingeworfen, ragen hier und da gigantische Hochhäuser in den Himmel empor. Bizarre Formen, wie wir sie aus Deutschland nicht kennen, überwältigen eins ums andere Mal das Auge des Betrachters. Eine komplett andere Welt, dieses Bangkok! Städtebauliche Planung scheint ein Fremdwort zu sein: Neu neben alt, reich neben arm; es ist schwer zu beschreiben...
 

Donnerstag

Der Jetlag schlägt bei den Kindern zuerst zu. Erbarmungslos. 10 Minuten nach dem Bezug unserer Zimmer gegen 8:30 schlafen beide tief und fest. Peter und ich erkunden ein wenig die nähere Umgebung. Auf der Khao San Road herrscht noch relative Ruhe; es lässt sich nur erahnen, wie belebt dieser Straßenzug zu fortgeschrittener Uhrzeit sein wird. Wir trinken an der einen Stelle einen Kaffee, dort einen frisch gepressten Saft und versuchen zweimal erfolglos, die Kinder ins Leben zurück zu rufen. Sie schlafen. Tief und fest.

Gegen 14:00 muss ich sie auch gegen ihren Willen in Leben zurück holen; ich befürchte, dass sie sonst in der folgenden Nacht keinen Schlaf finden. Nele findet es nach wie vor zu heiß; es herrschen um die 30°, die Wolkendecke dicht. Wenigstens an den sogenannten "Gestank" gewöhnt sie sich allmählich. Ja, hier riecht es ganz anders als in Deutschland! Nun laufen wir mit den Kindern durch die gleichen Straßen wie vorher allein, kaufen einige Kleingkeiten, die dringend gebraucht werden, wie z.B. eine Sonnenbrille, ein Paar Badelatschen, noch eine Sonnenbrille ... und essen endlich etwas. Das übliche Nele-Gemäkel bleibt nicht aus: In Deutschland schmeckt Hähnchen viiiel besser ;-)

Satt und einigermaßen zufrieden unternehmen wir einen Spaziergang zum Fluss und rasten in einem niedlichen, kleinen Park. Dann zieht es uns zum Hotel zurück, wo Nele den Pool auf dem Dach des Hauses in Beschlag nimmt und endlich wieder einmal lacht.

Gegen 17:00 schlägt auch bei mir der Jetlag zu - wenn ich nicht auf der Stelle umfallen will, muss ich ins schleunigst ins Bett und schlafen, schlafen, schlafen. Als ich erwache, ist es nach meinem Gefühl vier Uhr morgens, aber das Handy zeigt 21:30 an. Ungläubig starre ich immer wieder auf die Anzeige. Ist das Gerät kaputt? Mein Zeitgefühl ist total aus den Fugen geraten! Den anderen geht es nicht besser. So wird noch Karten gespielt, Fische beobachtet und Buch gelesen, und irgendwann mitten in der Nacht schlafen wir dann doch alle wieder ein:-) ...

 

Freitag

... und prompt verschlafen die Mädels den Wecker :-( 5:40 klopft Robin uns munter. Jetzt heißt es, sich sputen, denn um sechs Uhr morgens wird uns ein Taxi zum Busbahnhof bringen, von wo es dann weiter geht zu unserem nächsten Reiseziel: Krabi !!!

Die Fahrt nach Krabi ist mehr als anstrengend. Gegen zehn Uhr vormittags gibt es die einzige Pause während der Fahrt. Wir bekommen etwas zu essen an einer Raststätte, und danach geht geht es ununterbrochen weiter. Nele und ich verschlafen die meiste Zeit. Die geplante Ankunft um 17:00 konnte nicht eingehalten werden. So halten wir ein letztes Mal in tiefster Dunkelheit gegen neun Uhr abends in Krabi, können endlich aussteigen und unsere Knochen sortieren. Ich bin erschöpft und erledigt, und ich bin nicht die einzige! Eine Taxi-Rikscha bringt uns zum Hotel. Einchecken, Zimmer in Besitz nehmen und losstürmen ... wir sind hungrig!

Das Abendessen entschädigt uns für die strapazenreiche Busfahrt; selbst Nele findet etwas für sich auf der Speisekarte, und geschmeckt hat es ihr auch noch einigermaßen. Was will ein Mutterherz mehr ;-) Nach dem Essen sitzen wir noch eine ganze Weile gemütlich auf der Terasse, schauen über das Dunkel des Flusses Krabi und schwätzen. Irgendwann wird es Zeit aufzubrechen und den Tag zu beenden, damit ein neuer beginnen kann.

 
Samstag

Frühmorgens viel zu früh weckt mich das helle Licht, das von den nicht zugezogenen Fenstern herein scheint und das Getöse eines Werbewagens, der mit ohrenbetäubender Musikbeschallung die Straße entlang fährt. Alles schläft noch, also drehe ich mich noch mal kurz um. Kurz vor zehn ist es dann an der Zeit, den Tag endlich zu beginnen. In der Sicherheit des Hotels erleben wir den ersten Regenguss seit unserer Ankunft in Thailand, aber als wir uns auf den Weg zum Frühstück machen, scheint schon wieder die Sonne :-)

Mittags starten wir unsere erste Bootstour zum Railay Beach. Nele freut sich wie ein Schneekönig: Endlich baden! Die Überfahrt ist angenehm, der Strand fantastisch. Wellen, Meer, Sonne und Wind- es passt alles gut zusammen. Auf dem langen Weg zum Strand am Wegesrand bestaunen wir bunt schillernde Tropfsteinhöhlen, Nele kommt aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus!

Als wir uns am späten Nachmittag auf den Rückweg begeben, sind wir alle um wunderschöne Erfahrungen und dem obligatorischen ersten Sonnebrand reicher. Doch nicht ausreichend eingeschmiert! Allerdings schmälert dies nicht unseren Appetit auf thailändische Köstlichkeiten. Zum Essen haben wir eine Menge Spaß, lachen viel und sind bestens gelaunt. Beide Kinder haben außerdem endlich entdeckt, wie lecker frisch gepresste Säfte schmecken :-)

Heute geht es zu annehmbarer Ortszeit ins Bett, und wir schlafen frohgemut unserem nächsten Abenteuer entgegen...
 

Sonntag

Pünktlich um 7:00 klingeln die Wecker, und eine halbe Stunde später sitzen wir gemütlich beim Frühstück. Anschließend holt uns ein Rikscha-Taxi ab. Es geht zum Hafen. 10:00 startet unsere 5-Insel-Bootstour. Alle Namen konnte ich mir beim besten Willen nicht merken, aber es geht u.a. wieder zum Really Beach und wir umkreisen Chicken Island...

Morgens schien noch die Sonne, aber allmählich zieht es sich zu, und wir erleben hautnah den warmen Regenguss. Auf jeder Insel, auf der wir Halt machen, werden wir von Freund Regen begrüßt. In Anbetracht unserer Sonnenbrände erscheint das Wetter jedoch genau richtig , zumal es im Wasser wärmer ist als an Land; und: Nass ist Nass :-) Unser Aufenthalt auf der 3. Insel wird uns mit einem leckeren Dinner versüßt... für Nele leider viel zu scharf, aber das hatten wir bereits eingeplant und mit ausreichend Keksen und Obst vorgesorgt. Es wird geschwommen, gelacht, geschnorchelt und geplantscht. Unsere Bootstruppe umfasst 37 Personen, aber unser Nelchen hat wohl mit Abstand den meisten Spaß an der ganzen Sache :-)

Am späten Nachmittag landen wir erschöpft, aber glücklich und zufrieden wieder in Krabi. Nun heißt es, den kommenden Tag und den damit verbundenen nächsten Reiseabschnitt zu planen. Dies verbinden wir mit einem leckeren Abendessen und einem entspannenden Spaziergang in die Mangrovenwälder. Die muss man mit eigenen Augen gesehen haben, um jene Einzgkartigkeit zu begreifen, welche den Wäldern inne wohnt. Ein Steg aus Beton schlängelt sich quer durch den Wald, so dass er sowohl bei Ebbe als auch bei Flut belaufen werden kann. Grillen tönen von allen Seiten und lassen alle anderen Geräusche verstummen. Wir entdecken Tausende kleiner Krebse, die soeben ihre Brutstätten verlassen.
Heute holt uns das Zubettgehen bereits eher ein als an den voran gegangenen Tagen. Die intensiven Stunden auf dem Meer erfordern ihren Tribut ;-)
 
Montag

Heute klingelt der Wecker erst gegen 8:30. Gemütlich gehts zum Frühstücken. Danach trennen sich unsere Wege: Peter und Nele unternehmen eine Bötchentour zur Tropfsteinhöhle bei Krabi, Robin und ich gehen zurück ins Hotel, um zu packen. Kurz nach unserer Ankunft im Zimmer öffnet der Himmel seine Schleusen, und es schüttet wie aus Eimern. Peter und Nele kommen entsprechend klatschnass, aber quietschvergnügt von ihrer Bootstour zurück.

High noon bringt uns ein Kleinbus zur Fähre. Viele Menschen wollen nach PhiPhi, die Fähre ist voll. Die zwei Stunden Fahrt werden für Robin zur Tortour. Bootsfahrten mag er an sich nicht (und davon hatten wir in den letzten Tagen wahrlich reichlich) und diese Überfahrt gleich gar nicht. Ihm ist sehr übel, denn auf dem Meer herrscht hoher Seegang; die Wellen schäumen zum Teil meterhoch. Der Himmel bleibt grau in grau, ab und zu fällt leichter Regen. Aber auch die längste Fahrt hat einmal ein Ende! Auf PhiPhi angekommen, buchen wir zuerst eine Hütte und lassen uns hinbringen. Wir überwinden drei Stockwerke verschlungener Stufen, bis wir am Ziel sind. Die Hütten sind an einem Berg entlang gebaut und nur über nummerierte Treppensysteme erreichbar. Wir haben Hütte Nummer 301 und so weit oben keinen W-Lan-Empfang mehr. Was für Robin vorerst zur mittleren Katastrophe gereicht. Ich persönlich bin von der Aussicht, vom Internet abgeschnitten zu sein, auch nicht gerade begeistert, aber was hilfts...
Kaum haben wir unsere Hütte betreten, beginnt es zu stürmen und anschließend zu gießen wie aus Kannen. Dies zieht sich über den kompletten Abend hin. Hungrig, hungriger und am hungrigsten warten wir auf eine Regenpause und schlüpfen schnell auf die Suche nach Essbarem. Auf dem Rückweg geraten wir wieder in einen Regenguss und sind nass bis auf die Haut.
Bislang zeigte sich Thailand trotz Regenzeit von seiner sonnigen Seite, aber davon dürfen wir heute keinen Blick mehr erhaschen. Nur gut, dass ein jeder von und sein Buch dabei hat! Mittlerweile hat schon der große Büchertausch begonnen ;-) ... oh ja, ich bin sehr gespannt, welches Gesicht uns der morgige Tag zeigen wird!
 

Dienstag

Die Nacht verläuft ähnlich wie unsere missglückte Ankunft. Musikbeschallung von 3 Seiten, Frschquaken und Grillenzirpen ohne Unterlass. Und - Mücken. Oder Moskitos, aber egal, denn das Ergebnis ist das gleiche. Am unverträglichsten ist die Beschallung aus der nahe gelegenen Karaoke-Bar. So viele falsche Töne :-( gegen zwei Uhr schaffen wir es, irgendwie doch einzuschlafen.
Am nächsten Morgen ist der nächtliche Terror vergessen in dem Moment, in dem wir die Augen aufschlagen. PhiPhi zeigt sich von seiner sonnigen Schokoladenseite :-) Nach einem leckeren Frühstück geht es auf zum Long Beach. Dieser liegt auf der anderen Seite der Insel, und wir überwinden verschlungene Pfade, steile Berge und wahre Abgründe... die Belohnung für unsere Mühen ist der schönste Strand, den wir bislang gesehen haben. Klares blaues Wasser, feiner goldener Sand und fetzige Wellen erwarten uns. Ich glaube, so lang und häufig im Wasser war ich als Kind zum letzten Mal! Es macht Spaß. In der Sonne liegen, im Wasser plantschen, im Sand spielen .... die Stunden vergehen wie im Fluge.
Nachmittags machen wir uns auf den Rückweg. Einstimmig wird beschlossen, für den kommenden Tag eine neue Unterkunft zu beziehen, etwas näher zum Long Beach hin. Ein hübscher Bungalow ist schnell gefunden, und die eine Nacht werden wir hoffentlich überleben samt Karaokebar und schiefen Tönen.
In unser Bad ist ein niedlicher Gecko eingezogen. Hoffentlich frisst der die ganzen Moskitos nach und nach auf, welche uns in der letzten Nacht zusätzliche Qualen beschert haben! Das Abendessen nehmen wir heute direkt am Strand ein. Wir verfolgen gespannt, wie die Abenddämmerung den Tag vertreibt und die Schiffe am Horizont ihre Lichter entzünden.
Auch heute wird zeitige Bettruhe eingeläutet. Ich denke, wir werden doch noch ein Weilchen aus PhiPhi bleiben, obwohl heute Nacht die Mehrheit unserer Miniatur-Reisegruppe am liebsten sofort wieder abgereist wäre!
 
Mittwoch
Heute ist Mittwoch, heute haben wir Bergfest; die Hälfte unseres Urlaubs ist vorüber. Kein Grund zu feiern.
Wir stehen beizeiten auf, da wir eine halbtägige Bootsfahrt nach PhiPhi Ley gebucht haben. Letzte Nacht konnte ich leider wieder erst dannn einschlafen, als die Karaokebar ihren Betrieb einstellte, also sehr, sehr spät. Entsprechend müde fühle ich mich. Ich brauche Kaffee!
Es geht auf zum Hafen. Der Teufel steckt im Detail - wir scheinen wieder die Schlecht-Wetter-Front angezogen zu haben. Der Himmel blickt grau in grau auf uns herab. Kurz nach dem Start beginnt es zu regnen, zudem herrscht hoher Wellengang. Innerhalb kürzester Zeit sind wir komplett durchnässt. Aber: Wir haben unseren Spaß!
Wir schwimmen im Meer, betrachten schnorchelnd die prächtige Vielfalt der Meeresbewohner, klettern Seile empor und stehen an "The Beach", dem legendären Strand aus dem gleichnamigen Film mit Leonardo DiCaprio. Als krönender Abschluss zählt eindeutig der Stop am "Monkey Beach. So viele Affen! Alle so zutraulich, unglaublich frech und ausgelassen. Hier schieße ich die meisten Fotos. Possierliche Tierchen!
Nach der Wiederkehr checken wir in unserer neuen Unterkunft ein. Nele erobert den Pool, wir anderen ruhen ein wenig aus. Ich fühle mich gesundheitlich ziemlich angeschlagen, Hals- und Kopfschmerzen. Nichts ernstes. Air Cons sind eben Fluch und Segen zugleich!
Beizeiten geht es zum Abendessen, beizeiten zieht es uns zum Hotel zurück. Die Kinder und ich sind müde. Wir richten uns zu dritt häuslich im überbreiten Doppelbett ein, und Peter zieht es noch einmal an den Strand. Für morgen steht nichts konkretes auf dem Plan. Auch mal schön :-)
 

Donnerstag

(Gastbeitrag von Robin)
Da wir heute nichts geplant haben, schlafen wir uns aus. Endlich können wir in Ruhe schlafen, da die unsägliche Karaokebar in weiter Ferne liegt! Welch ein Segen! Nachdem wir gefrühstückt haben, beginnen wir einen kleinen Einkaufsbummel. Shoppen muss ja auch mal sein! Nach vielem Suchen, Anprobieren, harten Preisverhandlungen und einem kleinen Stopp zum Trinken hat jeder etwas für sich gefunden: Nele hat ein wunderschönes Kleid und einen Bikini bekommen, Peter hat sich eine Badehose ergattert, und ich habe zwei Fußballtrikots bekommen. Da sich nun das Wetter rapide verschlechtert, lungern wir in unserem Hotelzimmer herum. Peter geht zum Frisör.
Zu einer recht ungewöhnlichen Zeit (15:45) packt uns der Hunger. Wir begeben uns in ein Restaurant und hauen (mal wieder) so richtig rein. Nach dem Essen schlendern Nele und ich in Richtung Hotelpool, während Mama und Peter noch ein bisschen bleiben. Als wir alle wieder im Hotel sind, machen wir - genau: Nichts. So verbleiben wir, und ich muss sagen, einen Tag mal gar nichts zu machen, ist entspannt und hat auch was.
 
Freitag
(Gastbeitrag von Robin)
Heute haben wir mal wieder ausgeschlafen und sind relativ spät frühstücken gegangen. Danach hatten wir den Plan, zum View Point hoch zu gehen. Aber auf ca. dem Viertel des Weges bekam Nele Atemprobleme. Also machten wir kehrt und holten die Badesachen.
Es zog uns wiederum zum Long Beach. Dort verbrachten wir ein paar nette Stunden mit Plantschen, im Sand spielen und viel Sonne. Später wollten wir uns ein zweites Mal auf den Weg zum View Point aufmachen, doch der Weg erschien zu steil und für Mamas Geschmack gab es viel zu viele Mücken. Also zurück zum Hotel. Nach dem Essen ließen wir den Abend ausklingen mit Lesen und natürlich dem obligatorischen Kartenspielen.
Sylvia-PS zu Donnerstag: Der Regen war an diesem Tag unser ständiger Begleiter. Aber bei den Wetter-Nachrichten aus Deutschland (Regen bei Temperaturen um die 14°C herum) erschien uns diese Tatsache als weitaus kleineres Übel :-)
Sylvia-PS-PS zu Freitag: An diesem Abend fühle ich mich außerstande, den Tagebuchbericht zu verfassen und bin froh, dass Robin und Nele für mich in die Bresche springen. Mich hat eine mordsmäßige Erkältung erwischt, das komplette Programm :-(
 
Samstag
Jedoch nach einem mehr als 12-stündigem Schlaf sieht es am Samstagmorgen schon etwas besser aus. Nur gegen den Schnupfen lässt sich nichts unternehmen, außer sich in der Nähe des Meeres aufzuhalten und gute Salzluft einzuatmen.
Auf uns wartet nach dem Frühstück ein strahlend blauer Himmel und purer Sonnenschein. Wir wandern einfach los, der Nase nach; springen mal hier mal da ins Wasser und buchen nebenbei unsere Rückfahrt nach Bangkok. Letztendlich geht es noch einmal an den Long Beach, um Abschied zu nehmen.
Als wir uns zum Hotel aufmachen, trennen sich unsere Wege: Die Kinder wollen zu Fuß kraxeln, Peter und ich nehmen uns ein Boot, das uns zum Hafen bringt. Später sitzen wir gemeinsam in unserem Stammlokal und genießen den letzten Abend auf der Insel.
Sonntag
Kranksein während eines so schönen Urlaubs ist wirklich doof! Die Sonne lacht, der Himmel strahlt, und ich kämpfe mit Schnupfen und seinen Kumpanen!
Nach dem Auschecken am frühen Nachmittag laufen wir den langen Weg dem Gepäckkarren hinterher zum Pier. Bedauernde Blicke zum Strand, auf die Boote...ob wir jemals hierher zurückkehren werden?
Die Überfahrt nach Krabi verläuft ruhig und mit Sonnenschein. Für Robin ist das Bootfahren dieses Mal nicht ganz so schlimm. Ich verbringe die gesamte Zeit an Deck und blicke sehnsuchtsvoll über das Meer und all die Inseln. In Krabi angekommen, wird es erst noch einmal hektisch: Wir werden in Minibusse verfrachtet und zur Busstation gekarrt. Dort müssen wir gar nicht lang warten, und der VIP-Bus fährt vor. Ich bin etwas enttäuscht ob der fehlenden Bequemlichkeit, Licht haben unsere Plätze auch keines, aber was solls...
Nach ca. 45 Minuten Fahrt bleiben wir mitten auf einer Landstraße stehen. Inzwischen ist es bereits dunkel geworden, der Bus setzt die Wanrblinker. Hintere Achse gebrochen. Bzw. defekt. Hhm. So vergeht eine gute Stunde, während deren junge Leute auf ihren Moped neugierig neben dem Bus anhalten und dann davon rauschen, um dem Busfahrer ein gewünschtes Werkzeug zu beschaffen.
Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit setzt der Bus sich wieder in Bewegung. Etwa zwei Stunden später halten wir in Sohontani, wo mehrere Leute ihren Zug gerade noch so erreichen. Wir übrigen steigen in neue Busse um. Der ist dann doch sehr komfortabel, und so versuche ich ein wenig zu schlafen, bis wir gegen sieben Uhr in Bangkok ankommen.
 
Montag
Auch um diese frühe Uhrzeit ist es drückend heiß in der Großstadt. Wir tragen unser Gepäck um ein paar Ecken und sinken alsbald erschöpft auf den Stühlen jenes Cafés nieder, welches wir schon bei unserem ersten Besuch in Bagkok für gut befunden hatten. Wieder zwei Doppelzimmer im gleichen Hotel. Trotz Proteste der Kinder (Pool!!! Schlafen!!!) begeben wir uns auf eine kleine Besichtigungstour in die Innenstadt. Per Boot natürlich :-)
Neben dem Königspalast findet sich die Tempelanlage, die Peter gern mit uns gemeinsam anschauen möchte. Beeindruckend ist er schon, dieser Komplex, aber es ist soooo heiß! Die Kinder geben beide nach dem ersten Tempel auf, und so fahren wir mit einem Taxi zurück zum Hotel.
Dort werden die Prioritäten gesetzt: Zuerst eine Runde im Pool auf dem Hoteldach, anschließend ein Schläfchen. Ich zumindest bin fix und alle. Nach dieser soften Ruhepasue beginnt der gemütliche Teil des Tages. Wir gehen etwas essen und bummeln quer durch die Kao Sarn Road; kaufen hier und da ein Souvenir, eben all das, was unsere Herzen erfreut. Gemütlich sitzen wir in einem kleinen Café, beobachten Passanten, die Hunde und all die stolzen Katzen, von denen es hier sehr viele gibt, eine schöner und stolzer als die andere. Der Abend klingt mit einer lustigen Mau-Mau-Runde im Hotel aus, bevor wir beizeiten schlafen gehen. Morgen wollen wir die Stadt besichtigen!
 
Dienstag
Pünktlich um acht Uhr klingelt der Wecker. Es erwartet uns ein reichhaltiges und leckeres Frühstücksbufet. Als wir uns alle gestärkt haben, checken wir eins der beiden Zimmer aus und begeben uns auf den Weg in die Innenstadt.
Ein Boot bringt uns bis zum Oriental Pier. Dort steigen wir aus und laufen immer der Nase nach die Spam Road entlang. Wir versuchen in mehreren Hochhäusern unser Glück, nach oben zu gelangen. Aber es soll wohl nicht sein. Entweder öffnen die oben gelegenen Restaurant6s erst gegen Abend oder die oberen Etagen sind Compenies (ansässigen Firmen) vorbehalten.

Im Pallman-Hotel erscheint uns ein rettender Engel in Form einer netten und zuvorkommenden jungen Empfangsdame. Sie fährt mit uns in die 37. Etage und gewährt uns den Ausblick vom dortigen Restaurant aus, welches an sich erst zum Abend öffnet. Es ist: Bombastisch, gigantisch -- unbeschreiblich.

Man muss diese Stadt mit eigenen Augen gesehen haben. Selbst Foto vermögen den Charakter Bangkoks nicht einzufangen. Wolkenkratzer neben Wolkenkratzer; sie ragen zu Hunderten wie willkürlich verstreut zum Himmel empor, als hätte ein Riesenbabi seine erste Spielzeugstadt errichten wollen :-o
Zufrieden kehren wir per Taxi und Boot zurück in die Kao Sarn Road. Eine Kleingkeit essen, trinken, duschen und zusammenpacken, bis es am Nachmittag ans Auschecken geht. Dann bleiben uns noch vier Stunden, bis uns ein Minibus zum Flughafen bringen wird.
Ein letztes Mal durch die Straßen bummeln, am Klong (dem städtischen Kanal) entlang spazieren, einen Kaffee oder Saft trinken - Robin ergattert noch sein begehrtes Basecape - und schon ist die Abholzeit heran. Der Minibus fährt flink und bringt uns binnen fünfzig Minuten zum Flughafen. Bagkok bei Nacht ist ebenso beeindruckend wie Bangkok bei Tage. Dieses Lichtermeer! Besonders die überdimensionalen Werbetafeln an jeder Ecke lassen anmuten, wir befänden uns in futuristischem Raum und Zeit.
Eingecheckt am Flughafen ist schnell und vor allem problemlos. Nele schläft zeitnah im Wartebereich ein und ist nur für den Einstieg in die Boeing 747 wach zu kriegen. Unsere Startzeit verzögert sich um eine halbe Stunde, da über Bangkok ein heftiges Gewitter ausgebrochen ist. Verspätet starten wir seitlich mitten in das Gewitter hinein. Es ist gespenstisch. Blitze zucken von allen Seiten auf, Nebelschwaden umhüllen die Tragflächen: Es geht nach Hause. Ein wundervoller, verzaubernder Urlaub findet hier naturgewaltig seinen Abschluss.
Ende
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