Dies ist mein Lied für jene Konsumenten, ohne die mein Leben kaum so kostbar wär':
seh sie stehen hinterm Zaun und mit großen Augen schaun;
die Konsumenten, die sich nicht rüber traun.
die Konsumenten, die sich nicht rüber traun.

Dass ich lebe, hab ich mir allein zu danken,
und kein Angebot ist meine Seele wert.
Mein Vertrauen in die Welt setz ich niemals um in Geld
als wenn das alles wäre, was im Leben zählt.
als wenn das alles wäre, was im Leben zählt.


Lieber im Schrank meine Tassen, die nicht zusammen passen in Farbe und Desgin!
Lieber im Schrank nur ein Paar Schuhe als wohlverdiente Ruhe im noblen Eigenheim.


Konsumenten flüstern mir ins Ohr, ganz leise:
"Frau, du hast Talent; nun mach' mal was daraus!"
Was sie meinen, ist Verkauf; doch ich hörte eher auf
als Konsumenten-Unterhaltungs-Ding zu sein.
als Konsumenten-Unterhaltungs-Ding zu sein.

Daher widme ich mein Lied den Konsumenten;
denn sie erinnern mich daran, was wirklich zählt!
Eben nicht Besitz und Gut mich erfüllt mit Lebensmut,
sondern jeder Mensch, der eine Seele hat.
sondern jeder Mensch, der eine Seele hat!


Lieber im Schrank jene Tassen, die nicht zusammen passen in Farbe und Design.
Lieber im Schrank nur ein Paar Schuhe als meinen eigenen Platz im Konsumenten Altersheim.
Lieber nur ein Paar grüne Hosen als tausend rote Rosen, die ich nicht riechen kann!

Dresden, 21. Oktober 2005
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