Großstadtlichter machen Mut, und sie weisen uns den Weg.
Sie könnten viel erzählen von den Dingen, die sie sehen.
Doch sie hüllen sich in Schweigen, verraten nichts vom Wunderland;
Sie sind weise, was hier passiert, ist nie geschehen.

Die Tochter von dem Ehepaer aus dem grünen Haus hat man lang gesucht.
Sie wurde nie gefunden, und wo sie ist, das weiß man nicht.
Die Lichter blinzeln: Dies weiß keiner, höchstens einer!
Er lud sie ein zu einer kleinen Reise ins Wunderland,
wo Riesenräder feurig bunt, sich im Kreise drehen.
Sie war erst 13 Jahre alt und wollte alles sehen.

Die Tochter von dem Ehepaar aus dem grünen Haus war heimlich aus.
Vertrauen kann auch tödlich sein; der nette, junge Mann ein Schwein!
Nachmittags, frisch ausgeruht, beteiligt er sich auch und sucht
ganz leise weinend nach der Kleinen vom Nachbarhaus;
besorgt und doch beruhigt zugleich: Die Lichter geben niemals preis,
was sie des Nachts bescheinen, sie führen manch einen ins Wunderland.

Tod im Wunderland....
Riesenräder, feurig bunt als letzter Augenblick...

Tod im Wunderland

Dresden, im April 2003
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